Nachrichten

    Tarifrunde der Länder 2017

    Öffentlicher Dienst

    Am Dienstag, 14.02 auch in Tübingen Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder

    Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2017


    Am kommenden Dienstag ruft ver.di Beschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder zu ganztägigen Warnstreiks auf. Damit weitet die Gewerkschaft die Warnstreiks unmittelbar vor der vorerst letzten vereinbarten Verhandlungsrunde ab Donnerstag in Potsdam deutlich aus. In Tübingen findet eine Kundgebung statt, weitere Kundgebungen sind in Freiburg, Karlsruhe und Stuttgart sowie Heidelberg geplant.

    Gestreikt wird wieder in Zentren für Psychiatrie, Universitäten und Studierendenwerken, Regierungspräsidien und Landesbehörden.

    Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Die Beschäftigten des Landes wissen genau, was die Politik heute im Landtag in eigener Sache beschlossen hat. Wer sich selbst dermaßen bedient, darf seinem eigenen Personal die Wertschätzung nicht verweigern. Sonst wird ein tiefer Graben bleiben.“

    Nähere Informationen zu den mehrstündigen und dezentral durchgeführten Warnstreiks und Aktionen am 14. Februar nach ver.di Bezirken:

    Vor Ort in Tübingen:
    Warnstreik am Regierungspräsidium Tübingen, an Universität Tübingen und Studierendenwerke Tübingen-Hohenheim (Standort Reutlingen + Tübingen), Hochschule Reutlingen, Hochschule Esslingen, Hochschule Nürtingen-Geislingen a. Steige und Versuchsgut Lindenhöfe der Universität Hohenheim (Standort Eningen unter Achalm) sowie TdL Beschäftigte des Universitätsklinikums, sowie das Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg (Standort Zwiefalten).

    Ablauf:

    • 9:00 Uhr Streiklokal im Clubhaus Tübingen
    • 9:35 Uhr kurze Streikversammlung mit Martin Gross (ver.di Landesbezirksleiter) im Clubhaus Tübingen
    • 12:15 Uhr Kundgebung in Tübingen um auf dem Marktplatz nach einem Demozug (Start: Geschwister-Scholl-Platz).

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei soll die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie der Erzieherinnen und Erzieher in Berlin sowie bei den an den TVL gebundenen Studentenwerken und den Beschäftigten in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, z.B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen.