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    Tarifrunde der Länder 2017

    Öffentlicher Dienst

    Am Dienstag, 7.2 weitere Warnstreiks im öffentlichen Dienst der Länder auch in Tübingen/ Zwiefalten

    Tarifrunde öffentlicher Dienst der Länder 2017

     
    ver.di reagiert damit auf die erneute Verweigerung eines Angebots.

    Benjamin Stein, Bezirksgeschäftsführer: „Schlechte Argumente für die Arbeitgeber: 8,8 Milliarden Euro Überschuss im letzten Jahr dürfen nicht in der Sparbüchse verschwinden, solange es bei der Bezahlung des Personals kräftig hapert. Die Chance ist da, das pay gap zum öffentlichen Dienst der Kommunen deutlich zu verringern. Daher gilt Wir wollen auch ein Stück vom Kuchen“

    Ab März beträgt der Abstand zwischen den Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder von dem des Bundes und der Kommunen gut vier Prozent, derzeit sind es rund 1,6 Prozent.

    Bitte beachten: In der letzten Pressemitteilung hatten wir von 240.000 direkt oder indirekt betroffenen Beschäftigten gesprochen. Dabei handelt es sich aber um Vollzeitäquivalente, nicht Personen.
    In Baden-Württemberg sind knapp 285.000 (Vollzeitäquivalente 240.000) Beschäftigte von den Tarifverhandlungen direkt oder indirekt betroffen. Etwa 185.000 sind Beamte, ca. 100.000 Angestellte, davon rund 36.000 befristet. Gut 27.000 Beschäftigte der Unikliniken fallen nicht unter den Tarifvertrag der Länder.

    Die dritte und letzte bisher vereinbarte Verhandlungsrunde findet am 16. und 17. Februar statt.

    Aktionen vor Ort in Fils-Neckar-Alb
    Warnstreik am Regierungspräsidium Tübingen, an Universität Tübingen und Studierendenwerke Tübingen-Hohenheim (Standort Reutlingen + Tübingen), BG-Unfallklinik Tübingen, Hochschule Reutlingen und Versuchsgut Lindenhöfe der Universität Hohenheim (Standort Eningen unter Achalm) sowie TdL Beschäftigte des Universitätsklinikums.
    Öffentlicher Protest von 12 bis 13 Uhr am Geschwister-Scholl-Platz, Tübingen

    Warnstreik am Zentrum für Psychiatrie Südwürttemberg (Standort Zwiefalten). Protestaktion der Beschäftigten von 11:00 bis 12:30 Uhr vor dem Haupteingang ZfP Zwiefalten

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Dies beinhaltet eine soziale Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages und die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 sowie strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Dabei soll die Bezahlung der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder sowie der Erzieherinnen und Erzieher in Berlin sowie bei den an den TVL gebundenen Studentenwerken und den Beschäftigten in der Pflege an die der Kommunen angeglichen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di eine Erhöhung der Vergütungen um 90 Euro, mehr Urlaub und die Übernahme nach der Ausbildung. Zudem sollen die schulischen Ausbildungsgänge, z.B. in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Das Tarifergebnis soll zudem zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen.