Ver- und Entsorgung

    Aktionen werden vorbereitet

    Private Energiewirtschaft BaWü

    Aktionen werden vorbereitet

    Dritte Tarifrunde in der Privaten Energiewirtschaft Baden-Württemberg erneut ohne Ergebnis
    Energiewirtschaft Nicole Köhler Aktionen werden vorbereitet  – Private Energiewirtschaft BaWü


    In der dritten Verhandlungsrunde für die rund 17.000 Beschäftigten in der Privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg haben die Arbeitgeber, die EnBW sowie rund 20 weitere Unternehmen, gestern ein „verhandlungsfähiges, aber nicht abschlussfähiges“ Angebot vorgelegt. Davor hatte eine Delegation von ver.di-Vertrauensleuten vor dem Konzernsitz in Karlsruhe der Verhandlungsführerin der Arbeitgeber eine Botschaft der ver.di-Mitglieder überbracht: Über 500 Kolleginnen und Kollegen hatten sich mit ihrem Foto hinter die Forderungen gestellt.

    Stefan Hamm, ver.di Verhandlungsführer: „Wir wären gestern bereit gewesen, noch länger zu verhandeln. Die Arbeitgeber leider nicht. Jetzt werden wir unsere ganze Kraft darauf konzentrieren, nächsten Montag einen Abschluss zu erreichen. Dazu werden wir jetzt auch Aktionen bis hin zu Warnstreiks vorbereiten.“

    Angeboten wurden gestern unter anderem tabellenwirksame Gehaltssteigerungen von zwei Prozent nach einem Leermonat für 15 Monate und 1,5 Prozent für weitere elf Monate bei einer Gesamtlaufzeit von 27 Monaten.

    ver.di fordert Gehaltssteigerungen von fünf Prozent auf zwölf Monate. Dies hatte die Tarifkommission der Gewerkschaft nach zahlreichen virtuellen Mitgliederversammlungen zur Forderungsdiskussion beschlossen. Diese wurde von einer online-Beschäftigtenbefragung begleitet, an der sich über 1.600 Beschäftigte aus der Privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg beteiligt hatten.

    ver.di fordert im Einzelnen:

    • fünf Prozent Erhöhung der Entgelte;

    • Anhebung der Vergütung für Auszubildende um 90 Euro pro Monat und Ausbildungsjahr sowie eine Tarifierung zur Übernahme der kompletten ÖPNV-Fahrtkosten zur Ausbildungsstelle durch die Arbeitgeber; monetäre Besserstellung der ver.di-Mitglieder gegenüber Nichtmitgliedern; zwölf Monate Laufzeit des Tarifvertrags.

    Betroffen sind außer dem EnBW-Konzern rund zwanzig weitere Unternehmen mit insgesamt rund 17.000 Beschäftigten. Die Verhandlungen werden am 15. März in vierter und vorerst letzter Runde fortgesetzt.