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    ver.di lehnt uneingeschränkte Kitaöffnung ab Montag ab

    Kitas BaWü

    ver.di lehnt uneingeschränkte Kitaöffnung ab Montag ab

    Keine Kitaöffnung ohne angepasste konkrete Schutzmaßnahmen
    Motiv: Mehr Bildung braucht Mehr Frachkräfte ver.di ver.di lehnt uneingeschränkte Kitaöffnung ab Montag ab


    ver.di fordert die Notbetreuung in Kitas und Grundschulen wie in vielen anderen Bundesländern zu verlängern. Eine uneingeschränkte Öffnung ab 18. Januar in Baden-Württemberg lehnt die Gewerkschaft unter den jetzigen Pandemie-Bedingungen ab. Dies hat ver.di auch in den heutigen Beratungen des Kultusministeriums deutlich gemacht.

    Martin Gross, ver.di Landesbezirksleiter: „Was ab Montag auf die Kolleginnen und Kollegen bei einer Vollöffnung zukäme, wäre auch in der Abwägung mit der Not von Kindern und Eltern derzeit nicht zu verantworten. Es gibt keine sinkenden Inzidenzwerte. Das pädagogische Fachpersonal in Kitas und Grundschulbetreuung zählt mit zu den am meisten gefährdeten Berufsgruppen in der Pandemie. Schon die jetzige Notbetreuung bedeutet in Wahrheit, dass die Kitas zu keinem Zeitpunkt wirklich geschlossen waren.“

    Hansi Weber, ver.di Vertrauensfrau und Erzieherin in Mannheim: „Selbst für die Notbetreuung gibt es keinen den derzeitigen Bedingungen angepassten Schutz. Die bereits stattfindende Notbetreuung muss verbindlicher geregelt werden. Der Verzicht auf eine Betreuung durch die Eltern ist, wenn beide berufstätig sind, freiwillig. Damit sind und waren die Kitas auch im Lockdown immer offen.“

    Es braucht jetzt sofort FFP-2-Masken für alle Beschäftigten in der Kinderbetreuung, die vom Land bereitgestellt werden. Es braucht eine Maskenpflicht zumindest für bestimmte Bereiche. Die Gruppen müssen verbindlich voneinander getrennt sein, die Bezugspersonen eindeutig zugeordnet werden. Nur so kann auch die Schließung einer kompletten Kindertagesstätte verhindert werden.

    Schließlich sollten alle Beschäftigten in Kitas und Grundschulbetreuung in Baden-Württemberg bei der Impfung weiter priorisiert werden.

    Um den Gesundheitsschutz in den Kitas gewährleisten zu können, braucht es mehr und nicht weniger Personal. Gerade weil die Landesregierung erlaubt, den Mindestpersonalschlüssel zu unterschreiten, ist es umso wichtiger, dass für die vielen zusätzlichen, nicht pädagogischen Aufgaben zusätzliches Personal eingestellt wird (Desinfektion etc).

    Hanna Binder, stellvertretende ver.di Landesbezirksleiterin: „Ohne diese flankierenden Maßnahmen dürfen die Kitas im Land nicht in den Regelbetrieb überführt werden. Dieses Mindestmaß an Schutz brauchen die pädagogischen Fachkräfte genauso wie die Kinder und deren Eltern. Bis zum kommenden Montag ist dies nicht zu gewährleisten. Das Risiko müssten dann Beschäftigte, Kindern und Eltern tragen.“

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