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    Corona und ich

    Kündigung "wegen Corona"

    Welche Rechte habe ich? Welche Pflichten gilt es zu beachten?

    Heute:
    Kündigung „wegen Corona“, Aufhebungs- und Änderungsverträge – immer rechtlich prüfen lassen!

    Mein Arbeitgeber kündigt mir aus betrieblichen Gründen wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage während Corona. Was muss ich beachten?

    Eine Kündigung, damit sie rechtmäßig ist, muss sozial gerechtfertigt sein. Das bedeutet – es braucht dafür sachliche Gründe. Die aktuelle Krise ist nicht automatisch ein solcher Grund. Daher sollten Sie die Kündigung nicht einfach hinnehmen, sondern sie in jedem Fall rechtlich überprüfen lassen. Wichtig zu wissen: Eine Klage gegen die Kündigung muss innerhalb von drei Wochen beim Arbeitsgericht eingehen – das gilt auch in Zeiten von Corona.

    Mein Arbeitgeber bietet mir einen Aufhebungsvertrag an, um eine Kündigung abzuwenden. Was soll ich tun?

    Aus gegebenen Anlass sollten Beschäftigte vor allem folgendes unbedingt beachten!
    Bitte keine Aufhebungsverträge oder Änderungsverträge zum Arbeitsvertrag unterschreiben, die der Arbeitgeber wegen der Corona-Krise vorlegt. Lassen Sie sich in jedem Fall immer erst bei Ihrem Betriebsrat oder Ihrer zuständigen Gewerkschaft beraten.

    Gleiches gilt bei jeglicher Art von Änderungsverträgen, die Lohn oder Arbeitszeit ändern sollen.

    Hilfe und Beratung gibt es für alle ver.di Mitglieder unter: bz.fils-neckar-alb@verdi.de

    Noch kein Mitglied? Eine Beratung gibt es ab dem ersten Tag der Mitgliedschaft! Eine Rechtsvertretung nach drei Monaten bestehender ver.di Mitgliedschaft. www.mitgliedwerden.verdi.de 

    Und zum Schutz bei arbeitsrechtlichen Risiken unterstützt die GUV/Fakulta!

    Plötzlich ist es passiert. Einen Moment unaufmerksam und schon ist ein Schaden entstanden. Man wird zur Kasse gebeten. Weil Beschäftigte immer öfter auf Geld sitzenbleiben, das ihnen niemand ersetzt, wurde die GUV/FAKULTA gegründet. Schon 1910! www.guv-fakulta.de/unsere-leistungen.html

    Für Betriebs- und Personalräte

    Gibt es im Betrieb einen Betriebsrat oder Personalrat, sind solche Hygieneanweisungen seitens des Arbeitgebers, die in aller Regel Fragen der Ordnung des Betriebs und des Verhaltens der Beschäftigten im Betrieb berühren, nach § 87 Nr.1 und Nr. 7 BetrVG und § 75 Abs. 3 Nr. 11 und 15 BPersVG mitbestimmungspflichtig. Der jeweiligen Interessenvertretung ist daher zu empfehlen, sehr schnell gemeinsam mit dem Arbeitsschutzausschuss nach § 11 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG) die Gefährdungslage im Betrieb zu beraten. Die gemeinsame Sitzung sollte dazu genutzt werden, um die Reihenfolge und Arbeitsteilung zu Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, Betriebsanweisung, genereller Information und möglichen Maßnahmen (persönliche Schutzausrüstungen) zügig in Gang zu setzen. Auch die Biostoffverordnung gibt Handlungsspielräume für die Interessenvertretungen.

    Bei Fragen oder Unterstützungsbedarf, wendet euch gerne an uns! Bz.fils-neckar-alb@verdi.de

    Coronavirus/COVID-19

    FAQs rund um Corona