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    Wir fordern 7,1 Prozent mehr Geld!

    Private Energie BaWü

    Wir fordern 7,1 Prozent mehr Geld!

    Heute hat die erste Tarifverhandlungsrunde in Karlsruhe stattgefunden. Unser Verhandlungsführer, Stefan Hamm, erläuterte ausführlich unsere Forderung von 7,1% und die Erhöhung der Azubivergütung von 180 € (Laufzeit je 12 Monate). Die Arbeitgeberseite drückte ihr Unverständnis über die Forderungshöhe aus.

    Es erfolgte eine Sitzungsunterbrechung, in der die Arbeitgeberseite sich zur Beratung zurückzogen. Im Fortgang der Verhandlung legte der Arbeitgeberverband ein Angebot von 2,4% Vergütungserhöhung auf 16 Monate und für die Azubis 4,8% Erhöhung, ebenfalls auf 16 Monate, vor.

    Auf dieser Basis sahen wir keine Grundlage, heute weiter zu verhandeln. Der nächste Verhandlungstermin ist am 14.02.2019.


    Hintergrund

    ver.di fordert 7,1 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten der privaten Energiewirtschaft in Baden-Württemberg.

    Mit unserer Forderung wollen wir die Beschäftigten an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben lassen und die steigenden Lebenshaltungskosten ausgleichen!

    ver.di Baden-Württemberg geht mit den folgenden Forderungen in die Tarifverhandlungen im Südwesten:

    • 7,1 Prozent mehr Geld;
    • 180 Euro brutto mehr Ausbildungsvergütung pro Monat und Ausbildungsjahr;
    • zwölf Monate Laufzeit;

    Einen entsprechenden Beschluss fasste die ver.di-Tarifkommission Private Energiewirtschaft Baden-Württemberg einstimmig am 20. Dezember 2018.

    Der Entgelttarifvertrag ist von ver.di zum 28. Februar 2019 gekündigt worden. Die ersten Gespräche für einen neuen Entgelttarifvertrag sind auf den 14. Januar 2019 in Karlsruhe terminiert.

    „Die Erwartungen der Beschäftigten für diese Tarifrunde sind hoch, aber berechtigt“, betont der ver.di-Verhandlungsführer für die Private Energiewirtschaft, Stefan Hamm.

    „Gerade die Energiewirtschaft stützt sich angesichts der notwendigen Umstrukturierungen im Zuge der Energiewende auf Kolleginnen und Kollegen, die sich Tag für Tag mit großem Engagement ihrer Arbeit widmen. Ebenso hat die Branche im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen einen großen Bedarf an stark motivierten Auszubildenden und muss deshalb auch finanziell attraktive Ausbildungsbedingungen schaffen.“

    Grundlage für die Tarifforderungen sind, so Stefan Hamm, „zum einen die aktuellen guten wirtschaftlichen Daten in Baden-Württemberg und die positiven Prognosen der Unternehmen in der Privaten Energiewirtschaft für die anstehenden Planungsperioden.

    Zum anderen sind dabei die sich verschlechternden allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Kolleginnen und Kollegen zu berücksichtigen. Sie umfassen nicht nur den Anstieg der Inflationsrate, sondern auch den starken Mietpreisanstieg. Auch die Kosten für Mobilität sind stark angewachsen.“