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    1.000 Streikende

    BARMER

    1.000 Streikende

    1.000 Streikende am Standort der BARMER Hauptverwaltung in Schwäbisch Gmünd

    Bei der zentralen süddeutschen Kundgebung am heutigen bundesweiten Warnstreiktag bei der BARMER haben sich heute Mittag 1.000 Beschäftigte aus Bayern und Baden-Württemberg am Standort der Hauptverwaltung in der Innenstadt von Schwäbisch Gmünd versammelt. Die Streikenden wollen damit den Druck auf den Arbeitgeber bei den zeitgleichen Verhandlungen erhöhen. Aufgrund des ganztägigen Warnstreiks in Baden-Württemberg sind heute Geschäftsstellen geschlossen und die Erreichbarkeit der Kasse ist eingeschränkt.

    Claudia Chirizzi, ver.di Landesfachbereichsleiterin, sagte auf der Kundgebung in Schwäbisch Gmünd: „Die Beschäftigten der Barmer haben das, was heute überall Transformation genannt wird, bereits in den letzten Jahren als Reorganisation am eigenen Leib zu spüren bekommen. Für die meisten hat sich dabei nicht nur ihre tägliche Arbeit verändert, sie mussten auch unter erheblichen persönlichen Belastungen Ortswechsel durch Schließungen und Zusammenlegungen ihrer Geschäftsstellen schlucken. Jetzt ist die Kasse gut aufgestellt, nun ist auch für die Kolleginnen und Kollegen Zahltag.“

    Die Warnstreiks werden heute den ganzen Tag fortgesetzt.

    ver.di fordert für die Beschäftigten und Auszubildenden, die unter den Tarifvertrag mit der BARMER fallen, unter anderem eine deutliche Erhöhung der Gehälter, die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit sowie eine Fahrkostenunterstützung – in einem Gesamtvolumen von gut sieben Prozent. Außerdem sollen die Ausbildungsvergütungen um 200 Euro angehoben werden.

    Die BARMER hatte in der zweiten Verhandlungsrunde am 21. Januar 2020 ein Angebot vorgelegt, das im ersten Jahr keine lineare Steigerung vorsieht und im zweiten Jahr lediglich die Inflation ausgleichen soll. Die angebotene Verkürzung der Arbeitszeit von 30 Minuten wöchentlich soll nur für ein Jahr gelten.

    Sollten die Tarifverhandlungen am 12. und 13. Februar 2020 nicht erfolgreich beendet werden können, ist mit weiteren Warnstreiks zu rechnen.