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    Attac Tübingen berichtet: Outsourcing und Niedriglohn Podium …

    Ortsverein Neckar-Alb

    Attac Tübingen berichtet: Outsourcing und Niedriglohn Podium am 26. Juni 2018 im Schlatterhaus Tübingen

    Outsourcing, prekäre Beschäftigung und Niedriglöhne sind auch in Tübingen  alltäglich, bei privaten wie bei öffentlichen Arbeitgebern. Angela Hauser, Personalratsvorsitzende am Uniklinikum berichtete von der Ausgliederung von Küche und Reinigung an die Servicegesellschaft UDO, wo die Beschäftigten schlechter entlohnt werden.

    Margrit Paal, Uni-Personalratsvorsitzende zeigte, dass im wissenschaftlichen Bereich 85% von Befristungen betroffen sind und auch immer mehr im unterstützenden und administrativen Bereich.

    Gerlinde Strasdeit, ver.di-Ortsvorstandsvorsitzende und Linke-Stadträtin sprach über die Teilausgliederung der städtischen Reinigung: überwiegend weibliche Beschäftigte arbeiten prekär, 400-Euro-Jobs, Leiharbeit, ohne Weihnachtsgeld, meist befristet. Die Kommunen dürften nicht zu Vorreitern der Tarifflucht und Prekarisierung werden. Die Linke will die Reinigung wieder 100% kommunalisieren, leider gab es dafür bisher keine Mehrheit.

    Helga Fischer berichtete, wie es gelang, einen Betriebsrat bei sMAIL zu gründen. Viele Beschäftigte sind Studierende und deshalb schwer für die Gewerkschaft anzusprechen. Befristungen und niedrige Löhne führten zu hoher Fluktuation.

    Klar wurde, dass betriebliches und gewerkschaftliches Engagement wichtig ist, um gute Arbeitsbedingungen durchzusetzen, allein aber nicht ausreiche. So konnte die Privatisierung der städtischen Müllabfuhr mit einer ver.di-Postkartenaktion verhindert werden. Die Politik müsse Prekarisierung und Niedriglöhnen entgegen wirken, anstatt sie zu befördern z.B. durch Rekommunalisierung, einen Mindestlohn von 12 Euro und ein Verbot von Befristungen, Leiharbeit und Werkverträg